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Aufstellbedingungen für  Kaminöfen

Grundlage nachfolgender  Regeln sind die Bestimmungen der FeuVo (Feuerungsverordnung) für  NRW. Der Kaminofen muß ein Ü-Zeichen auf dem Typenschild  tragen. Durch dieses Zeichen ist gewährleistet, dass der Ofen auch bei  Nennlast sicher funktioniert und selbst nach langjährigem Betrieb keine  Gefahr für das Gebäude entsteht.

Für einen Kaminofen benötigen Sie einen Schornstein, der einen  störungsfreien Betrieb des Ofens gewährleistet. Dafür muß er eine ausreichende Höhe haben (mind. ca. 4 Meter) und einen entsprechenden Innendurchmesser. Kaminöfen haben üblicherweise eine Tür mit Glasscheibe,  die den Blick auf das Flammenspiel ermöglichen soll. Diese Tür ist bei einigen Kaminöfen sehr groß. Große Türen sehen zwar gut aus, haben allerdings einen Nachteil: Beim Öffnen der Tür (z.B. Brennstoffaufgabe) muß der Schornstein plötzlich im gesamten Öffnungsbereich ausreichenden  Unterdruck erzeugen, damit kein Rauch in den Aufstellraum austritt. Für diese Öfen sollte ein entsprechend großer Schornsteinquerschnitt (mind. 18 cm) vorhanden sein.

Öfen mit großen Türen  erfordern größere Schornsteinquerschnitte

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Schornsteinquerschnitt ca. 180cm² bis 400cm², je nach Ofen und wirksamer Höhe; vorher unbedingt mit Ihrem Schornsteinfeger klären.
Abstand zur Wand nach Aufstellanleitung des Herstellers, meist zwischen 20cm (Rückwand aus brennbaren Baustoffen) und 10 cm (Rückwand aus Mauerziegeln).
Abstand seitlich ebenfalls lt Aufstellanweisung, üblicherweise 20 cm zu brennbaren Bauteilen, wie Türrahmen.
Belag aus  nicht brennbaren Baustoffen (Fliesen, Schieferguss, Blech o.ä.) 30 cm zur  Seite (gemessen ab Außenkante Feuerraumöffnung).
Gleicher Belag aus nicht brennbaren Baustoffen 50 cm nach vorne (gemessen ab Innenkante Feuerraum).
Kaminofen mit Abgang nach oben oder direkt nach  hinten.
Die Rückwand kann tapeziert bleiben. Steckdosen und Fußleisten stellen ebenfalls keine Brandgefahr dar.

Viele Öfen dürfen auf eine brennbare Unterlage gestellt werden (z.B. Teppich oder Holz), da bauartbedingt keine Hitze nach unten abgegeben wird (vorher unbedingt die Aufstellanleitung lesen). Die oben genannten Maße für den Bodenbelag gelten deshalb u.U. nur vor der Feuerstätte, nicht seitlich und auch nicht dahinter. Eine größere Platte,  die auch seitlich des Ofens noch Platz für Holzkorb oder Kaminbesteck lässt, ist bei kratzempfindlichem Parkett oder wertvollem Teppich trotzdem sinnvoll.
Öfen mit kleineren oder geteilten Türen (Mittenanschlag) sind  wesentlich unempfindlicher gegen Zugstörungen und empfehlen sich, wenn  (z.B. bei vorhandenem Schornstein im Altbau) der innere Querschnitt des  Schornsteines recht klein ist oder wenn sich bauseits eine wirksame Höhe von 4 Metern nicht realisieren läßt (z.B. Dachgeschoßwohnung). Fragen Sie Ihren Schornsteinfeger, bevor Sie sich einen Ofen kaufen.


Unser  Tipp:
Ein Abgang nach oben verbessert die Zugleistung des  Schornsteines und damit die Funktion des Ofens! Bei Neubauten, wo der  Schornsteinanschluss vorher festgelegt werden muss, kann man bei oberem Abgang hinterher leicht die Höhe anpassen (ca. 1,6 Meter ab Oberkante Estrich). Das Ofenrohr gibt zusätzliche Wärme im Aufstellraum ab.
Kaufen Sie sich möglichst keine eckigen Rohrwinkel (hohe Widerstände für die Abgase). Besser sind Segmentbögen oder (die recht  teuren, aber optisch ansprechenden) rund gezogenen Rohrbögen.

Informieren Sie sich vorher bei Ihren Bezirksschornsteinfegermeister. Nach Fertigstellung der  Feuerstätte prüft er die Eignung des Schornsteins und stellt eine Bescheinigung aus.

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