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Kaminöfen -
Inbetriebnahme

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Problemlösungen
Brennstoff Holz
Kaufberatung

Sie haben endlich Ihren Ofen im Wohnzimmer stehen. Die Lieferanten und Handwerker haben das Haus verlassen und Ihr  Schornsteinfeger hat sich das gute Stück angesehen und seine Zustimmung zum Betrieb erteilt.

Mal ehrlich: Würden Sie sich jetzt noch die  Zeit nehmen, die Bedienungsanleitung durchzulesen? Oder "juckt" es schon  in den Fingern, endlich das frisch erworbene Prunkstück zusammen mit den  besten Freunden einzuweihen?

Lassen Sie sich nicht  verleiten! Studieren Sie die Bedienungsanweisung! Viele Hersteller geben genaue Anweisungen zur Bedienung des Ofens. Die meisten Kaminöfen  räuchern das Wonzimmer beim ersten Anheizen (und oft auch noch einige weitere Male) etwas ein. Der Ofenlack entledigt sich dabei flüchtiger  Bestandteile und brennt, wie beim neuen Backofen, ein.
Empfindliche Gemüter heizen den Ofen erstmals im Garten an, um den Geruch nicht im Haus  zu haben.
Viele Hersteller raten, die Tür beim "ersten Mal" nur  anzulehnen, damit die Türdichtung nicht am Ofenlack verklebt und beim  späteren Öffnen der Tür aus der Dichtungsnut herausgezogen wird. Auch  sollte nicht gleich mit voller Brennstoffladung geheizt werden.

Unser Tipp: Viele Öfen werden auf Einwegpaletten geliefert. Das (unbehandelte) Holz dieser Paletten lässt sich leicht zerkleinern und reicht locker für den  ersten Anheizvorgang.

Stichwort Brennstoff: Sie haben jetzt einen Ofen, leider aber noch kein Holz? Damit  teilen Sie das Schicksal vieler neuer Ofenbesitzer. Wer plant schon 3  Jahre im Voraus und legt sich einen entsprechenden Holzvorrat an? Denn  erst über Jahre gelagertes Holz eignet sich zur Verbrennung (siehe Holzlagerung). Frisch geschlagenes Holz  kann beim Verbrennen nur wenig Heizkraft entwickeln und ist oft die Ursache für verteerte Öfen und Schornsteine.

So nicht!

Sie sollten jetzt in Lokalblättern nach Annoncen suchen, in  denen abgelagertes Holz angeboten wird. Falls Sie fündig werden: Fahren  Sie zum Anbieter hin und prüfen, wo und wie das Holz gelagert wird. Die  wenigsten Anbieter verfügen über genügend Lagerkapazität, um eine  ausreichende Trocknung zu garantieren. Oft wird das im Winter geschlagene Holz bereits im Herbst verkauft.
Falls Sie Glück haben und tatsächlich  trockenes, abgelagertes und gespaltenes Holz gefunden haben: Sorgen Sie dafür, dass das Holz auch trocken bleibt. Eine ehemals trockene Ladung, die mittags im Dauerregen vor Ihrer Haustür abgekippt wird, ist am Abend  vergleichbar mit frisch geschlagenem Holz.

Und noch ein kleiner Hinweis: Versetzen Sie sich einmal gedanklich in die Lage Ihrer Nachbarn: Sie möchten z.B. am  Sonntagmorgen Ihr Schlafzimmer lüften. Ihr Nachbar versucht gleichzeitig, seinen Ofen zum Brennen zu kriegen und der Wind treibt den Rauch in Ihre Richtung. Wenn Sie Glück haben, kriegen Sie das nahende Unheil noch mit.  Wenn nicht: Die nächste Nacht verbringen Sie vielleicht in einer  Räucherkammer. Dieses Szenario ist natürlich übertrieben, aber  Nachbarschaftsärger wegen Rauchbelästigung ist nicht selten. An trüben und nebeligen Tagen zieht der Rauch nur ungern in höhere Luftschichten. Auch bei ungünstigen Windrichtungen und zu bestimmten Zeiten sollte man,  besonders in eng bebauten Wohngebieten, auf die Nachbarn Rücksicht  nehmen.

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