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Speckstein -
natürlicher Wärmespeicher voll im Trend

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Speckstein wird seit Jahrhunderten wegen seiner besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften als wärmespeichernder Baustoff für Öfen, Skulpturen und sogar als elektrische Isolatoren (Stearit) genutzt.
Speckstein ist eine relativ seltene metamorphe Gesteinart, die sich aufgrund ihres Talkgehaltes ( 50 bis 70%) relativ einfach bearbeiten lässt.

Der für Öfen verwendete Speckstein kommt vorrangig aus Finnland. Die dortigen Vorkommen eignen sich hinsichtlich ihrer Reinheit  und Wärmespeichereigenschaften besonders für den Ofenbau. Die als Außenschale (besonders bei Kaminöfen) verwendeten grobkörnigen Specksteine sind für Temperaturen bis ca. 200° C hitzebeständig.

Asbest im Speckstein?

Unlängst geriet Speckstein in die öffentliche Diskussion wegen angeblicher Asbesthaltigkeit und damit verbundener Gesundheitsgefährdung.
Der überwiegende Anteil des in Europa  verwendeten Speckstein kommt aus "Nunnanlahti" in Finnland. Die dort  gewonnenen Rohmaterialien werden seit Jahren von unabhängigen Instituten  hinsichtlich ihrer physikalisch-technischen sowie baubiologisch relevanten Eigenschaften untersucht (u.a. auf natürliche Radioaktivität, Biozide, Schwermetalle, Feinstäube und Asbestfasern). In allen Proben wurden  keinerlei Asbestbestandteile oder andere Stoffe gefunden, von denen eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht.
Das schweizerische Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Bern) stellt fest, "dass die Gesundheit der Bevölkerung durch die Benutzung von Speckstein keinen Risiken ausgesetzt ist".
Lediglich bei der Ver- und Bearbeitung von Specksteinen in Werkstätten und Betrieben müssen, wie auch bei anderen vergleichbaren  Baustoffen wie z.B. Granit, Sandstein usw., Staubschutzmasken getragen werden.

Wärmespeicherfähigkeit: Was bringt das?

Die Wärmespeicherfähigkeit eines Baustoffes ergibt sich aus  seiner Masse (Gewicht) und seiner Wärmekapazität. Durch seine faserige Struktur gibt Speckstein die Wärme am leichtesten in Richtung der Maserung  ab. Diesen Effekt macht man sich beim Ofen zu Nutze: Die Steine werden richtungsgebunden geschnitten, um eine möglichst lange Wärmespeicherung zu  erhalten.
Allerdings dauert es auch entsprechend lange, ehe Speckstein richtig durchgewärmt ist. Je mehr Speckstein im Ofen verarbeitet ist, umso  deutlicher wird dieser Effekt: Der Ofen reagiert wärmetechnisch relativ träge auf die Brennstoffaufgabe. Ein Überschwingen der Raumtemperatur wird  dadurch vermieden.
Nachteil: Die (gewollte) Trägheit erfordert  etwas mehr Geduld, bis die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.
Vorteil: In gleicher Relation hält der Speckstein noch die  Wärme, wenn andere Öfen schon längst abgekühlt sind.

Ein Kaminofen mit Applikationen aus Speckstein bildet  einen guten Kompromiss aus Speicherfähigkeit und schneller Aufheizung.  Weniger Holz braucht er dadurch allerdings nicht.

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